24. Hauptversammlung, 1. März 2017

Am Mittwoch, 1. März 2017 versammelten sich 127 Mitglieder des Vereins zur 24. Hauptversammlung im Gasthaus Ochsen in Roggwil. Der Präsident, Thomas Alder, führte zügig durch die statutarischen Traktanden. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf die Verdankungen und Ehrungen. So konnte er unter vielen Hans Wüst für die Betreuung der ersten Website während etlicher Jahre danken und zugleich Robert Piffrader und Manuela Müller, welche die neue gestaltet und realisiert haben, für das gelungene Werk gratulieren.

Die Obsternte verlief im üblichen Rahmen, allerdings mengenmässig ohne den Rekord vom letzten Jahr zu erreichen. Das hat mit der Alternanz zu tun, für welche Hochstammbäume sehr anfällig sind. Trotzdem konnte allen Mitgliedern zehn Liter Süssmost abgegeben werden. Die Rechnung, zum letzten Mal präsentiert von Hansjörg Stäheli, schliesst mit einem positiven Ergebnis von 17‘024.93 Franken ab. Gleichzeitig wurden sein Dienst im Amt als Kassier verdankt und Ursula Leutenegger neu als Kassierin gewählt. Die Aktivitäten im laufenden Jahr erläuterte Urs Heinzelmann. Diese umfassen nebst den Schnittarbeiten, welche bereits erledigt worden sind, das vorzeitige Auspflücken und vor allem die Ernte, an welcher sich alle 240 Aktivmitglieder beteiligen können.

Eine Diskussion über das Pro und Contra des biologischen Pflanzenschutzes wird an der nächsten Hauptversammlung geführt. Die Gruppe von Kilian Scheuzger, welche sich vorgenommen hat, die alten Obstsorten von Hofen zu dokumentieren, ist gestartet. Sie hat in einer übersichtlichen Hängeregistratur alle 400 Obstbäume erfasst und geht nun daran, von den einzelnen Sorten Berichte über Herkunft,  Verwendung und Besonderheiten zusammen zu tragen. Dabei ist sie auf die Mithilfe aller Mitglieder angewiesen. Der Umbau der Liegenschaft in Hofen ist im Budget des Kantons 2017 enthalten. Das Projekt wird in nächster Zeit erstellt und die Baueingabe gemacht. Ob rechtzeig zur Ernte die renovierten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen werden, ist aber zu bezweifeln.

Im Anschluss an die Versammlung hielt Silke Süsse von der Andermatt Biocontroll einen Vortrag über den biologischen Pflanzenschutz. Sie erklärte anschaulich, wie mit herkömmlichen Mitteln wie Kupfer, den Pilzkrankheiten begegnet werden kann, wenn man es regelmässig und prophylaktisch anwendet. Auch die Verwirrungstechnik, wo die männlichen Insekten mit Lockstoffen so verwirrt werden, dass sie die Weibchen zwecks Befruchtung gar nicht mehr finden, ist eine weitere Methode, und der Einsatz von Schlupfwespen, Nematoden und Viren können unerwünschte Schädlinge in Schach halten.

Zum Schluss durften alle Versammlungsteilnehmer als „Wegzehrung“ entweder eine Flasche „Gebranntes“ oder zwei Säcke Dörrbirnen mitnehmen.