27. Hauptversammlung, 5. März 2020

Die Hauptversammlung des Vereins Obstsortensammlung Roggwil ist immer gut besucht, nicht zuletzt wegen des „B’haltis“, das jedes Mitglied nach der Versammlung mit nach Hause nehmen kann.

Der Ochsensaal in Roggwil füllte sich am Donnerstagabend, den 5. März mit gegen 100 Mitgliedern des Vereins Obstsortensammlung Roggwil zur alljährlichen Hauptversammlung. Der Präsident, Thomas Alder, führte zügig und gut verständlich durch die statutarischen Traktanden. In seinem Jahresrückblick hob er besonders das Jubiläumsfest zum 25 – jährigen Bestehen des Vereins in Erinnerung.
Die Rechnung schloss mit einem erfreulichen Gewinn von 6'705 Franken ab anstatt des budgetierten Verlustes von über 9‘000 Franken. Dazu beigetragen haben vor allem die erstmals ausgeschütteten Ökobeiträge sowie Spenden zu Gunsten des Jubiläumsfestes.
Der Vorstand wurde in "globo" wieder gewählt, und auch dem Präsidenten, Thomas Alder, wurde das Vertrauen für weitere vier Jahre mit Applaus geschenkt. Aufgrund der Rücktritte von Bruno Gsell und Urs Heinzelmann, mussten Ergänzungswahlen durchgeführt werden. Peter Heinzelmann, der Sohn von Urs und ebenfalls Obstbauingenieur, wurde einstimmig zum technischen Leiter in den Vorstand gewählt. Ein Ersatz für Bruno Gsell konnte noch nicht gefunden werden.
Weil nicht alle Unterhaltsarbeiten an den Pflegetagen durchgeführt werden können, ist der Verein am Aufbau von zusätzlichen Diensten und konnte bereits erfreulich viele Freiwillige dafür gewinnen.
Nüsse hatte er die gelungene Idee der Verlosung. So konnte jedes Mitglied ein Los ziehen und darf dann die Nüsse des zugelosten Baumes ernten. Ein Versuch!

Die Pflanzung von Nussbäumen wird immer beliebter.

Nach der rege benützten Umfrage konnte der Präsident nach einer guten Stunde den offiziellen Teil der Versammlung schliessen und nach einer Pause für den Vortrag von Urs Müller, Leiter der Fachstelle Obst-, Beeren- und Weinbaubau am Arenenberg, einladen. Er verstand es ausgezeichnet, mit eindrücklichen Bildern und Erläuterungen die spezifischen Eigenschaften der Nussbäume hervorzuheben. Als lichthungriger, schnellwachsender, wärmeliebender und tiefwurzelnder Baum gewinnt der Nussbaum auch in unsern Breitengraden immer mehr an Beliebtheit. Der allgemeinen Meinung, Nussbäume müssten nicht erzogen und geschnitten werden, widersprach Urs Müller. Aus diesem Grund findet im Juni ein Schnittkurs an den 66 Nussbäumen in Hofen statt.

Nach einer weiteren guten halben Stunde wurde die Versammlung geschlossen, und jedes Mitglied konnte als „B’halits“ eine Flasche Gebranntes oder zwei Säcke Dörrbirnen mit nach Hause nehmen.