Blueschtapéro 2018

Gut besuchter ökumenischer Gottesdienst mit anschliessendem „Blueschtapéro“

Das Wetter hätte nicht besser sein können: nicht zu heiss und nicht zu kalt, um einen ökumenischen Gottesdienst mit anschliessendem „Blueschtapéro“ zu feiern. Eingeladen haben zu diesem Anlass der Verein Obstsortensammlung Roggwil, die evangelische Kirchgemeinde Roggwil und die katholische Kirchgemeinde Arbon. Es ist das erste Mal, dass sich diese Körperschaften zu einem gemeinsamen Anlass zusammengefunden haben. Und der Erfolg übertraf alle Erwartungen. Gut 200 Personen fanden sich im Obstgarten der Obstsortensammlung Roggwil in Hofen ein, um die letzten blühenden Bäume zu geniessen und sich auch gemeinsam zu einem vorangehenden Gottesdienst zu treffen. Der Handharmonikaclub Roggwil eröffnete die gemeinsame Feier und anschliessend teilten sich der evangelische Pfarrer, Hans Ulrich Hug und sein katholischer Kollege, Matthias Rupper, in ihren Kurzansprachen. Beide schlugen die Brücke von den blühenden Bäumen und der in Aussicht stehenden Ernte zum Leben der Menschen. So wie im Gleichnis vom Feigenbaum, der auch nach 3 Jahren noch keine Frucht trug und der Gärtner ihn umhauen wollte, der Besitzer aber dem Baum nochmals eine Chance zu geben empfahl, so riet er auch den Zuhörern, nicht vorschnell ein Urteil zu fällen und jemanden „abzuschreiben“, sondern nachsichtig zu sein, und eine weitere Gelegenheit zur Bewährung zu geben. Der Mensch aber ist dazu berufen, Frucht zu tragen – so wie Paulus im Galaterbrief schreibt, dass die Frucht des Heiligen Geistes Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung sei, und dass die Mitmenschen das auch spüren möchten.

Im anschliessenden, traditionellen „Blueschtapéro“, zu dem die Obstsortensammlung alljährlich zur Blütezeit einlädt, wurde erstmals ein Cidre, die Thurgauer nennen ihn gerne „Chlöpfmoscht“, ausgeschenkt. Das Vorstandsmitglied, Bruno Gsell, hat ihn eigens für das „B’haltis“ an der Hauptversammlung kreiert. Er fand allgemein Anerkennung, und es mundete vielen so gut, dass sie sich gleich anschliessend noch die eine oder andere Flasche erstanden. Daneben wurde die Gelegenheit gerne benutzt, um einfach bei fröhlichem Zusammensein Erinnerungen aufzufrischen, über das Wetter zu diskutieren oder aber auch Anteil am Ergehen des andern zu nehmen. Dazwischen wurden unter der Leitung von Thomas Alder und Urs Heinzelmann zwei Führungen durch den Obstgarten angeboten, die von vielen Teilnehmern gerne besucht wurden.

Gegen Mittag lichteten sich dann die Reihen, alle waren des Lobes voll und mit der Hoffnung, dass diesmal wieder eine reiche Ernte eingefahren werden kann, verabschiedeten sich die Besucher.