Blueschtapéro 2017

Am Sonntag, 30. April 2017 lud der Verein Obstsortensammlung Roggwil zum traditionellen „Blueschtapéro“ in den Obstgarten nach Hofen bei Roggwil ein. Über 100 Mitglieder und Interessierte folgten der Einladung und kamen, um bei Tranksame und Wähe Freundschaften zu pflegen und zu sehen, wie das „Bluescht“ auch nach dem heftigen Frost aussehe. Die Sonne meinte es sehr gut, als Thomas Alder, der Präsident, die Gäste begrüsste. Er lud nicht nur dazu ein, einen Rundgang unter den noch blühenden Bäumen zu machen, sondern auch der Demonstration eines Imkers bei den Bienenstöcken beizuwohnen.

Dieses Angebot liessen sich viele nicht entgehen, stülpten sich einen der  Imkerschleier über den Kopf und folgten Martin Stettler zu den am Waldrand  aufgestellten Bienenstöcken. Er öffnete einen der Stöcke. Erstaunlicherweise flogen die Bienen nicht fort oder gingen gar zum Angriff über – nein, sie klebten dicht an dicht auf der Wabe, und so konnten die Besucher Arbeiterbienen, Drohnen und auch die Königin sehen. Stettler zeigte die verschiedenen Arten von Zellen, gefüllte mit Brut, Pollen oder Honig und die Besucher erfuhren viel Wissenswertes über die Imkerei und den Bienenstaat, wo alles so wundervoll organisiert. Die Menschen könnten sich davon ein Beispiel nehmen!

Beim Blick zwischen den noch blühenden Apfelbäumen auf den Rorschacherberg und den Säntis fiel auf, dass die Schneeberge viel weisser erschienen als die Blüten. Sie waren gezeichnet vom Frost der letzten Tage und teilweise vergilbt oder leicht bräunlich. So ist es zu verstehen, dass es dieses Jahr fast keine Kirschen zu ernten gibt, weil die Blüten erfroren sind. Beim Kernobst sieht es etwas besser aus; denn diese blühten zum fraglichen Zeitpunkt noch nicht oder Nachblüten können doch noch zu einem Ertrag führen. Es ist aber noch zu früh, um eine abschliessende Prognose zu stellen. In ein paar Wochen wissen wir mehr, meinte Urs Heinzelmann, der technische Leiter, welche die Interessierten durch den Obstgarten führte.