Baumschnitttag vom Samstag, 22. Februar 2020

Das Wetter hätte besser nicht sein können, Sonnenschein vom Morgen bis am Abend und das bei milden Temperaturen. So ist es nicht verwunderlich, dass annähernd 100 Personen sich am zweiten Baumschnitttag beteiligen wollten. Urs Heinzelmann eröffnete den Arbeitstag in gewohnt lockerer und amüsanter Form und teilte die Gruppen ein, welche Dünger auszubringen hatten, das Schnittholz mit dem Traktor und Anhänger in die Heizzentrale in Roggwil zu bringen hatten, diejenigen, welche junge Bäume zu pflanzen hatten und natürlich zwei riesige Gruppen, welche das Kernobst zu schneiden hatten. Dann ging‘s los!

Wichtig ist bei solchen Arbeitseinsätzen immer die Instruktion. Die beiden bewährten Kursleiter, Urs Heinzelmann und Hansjakob Zwingli frischten die Merkmale des Öschberger Schnittes auf und leiteten auch Anfänger behutsam in der Kunst des Bäumeschneidens an.

Dass ein währschafter Znüni nicht fehlen darf, hat Tradition. Ulla Leutenegger und ihr Team bereiteten heissen Punsch, Käse, Wurst und Brot im neuen Znüniraum vor und weil so viele kamen, mussten viele stehend den Znüni genehmigen. Dafür standen sie an der wärmenden Sonne. Dann ging es wieder weiter mit der Arbeit.

Knapp die Hälfte der Teilnehmer nahm das Mittagessen im Restaurant Ochsen ein und waren gestärkt, um auch den Nachmittag bis um vier Uhr durchzuhalten. So schön die Sonne auch scheinen mochte, beim Stehen auf der Leiter und mit Blick zu Sonne war es schwierig, richtig zu sehen, welche Äste abzuschneiden seien und welche nicht. So gegen vier Uhr kam dann eine gewisse Sättigung und Müdigkeit auf, sodass die Kursleiter beschlossen, den Tag zu beenden, obwohl noch ein paar Bäume auf ihren Schnitt warteten. Sie werden halt von Jahr zu Jahr grösser und der Schnitt dementsprechend aufwändiger.

Müde und zufrieden packten alle zusammen, versorgten die Werkzeuge. Was wir tun können, ist damit getan. Jetzt hoffen wir auf einen guten Frühling mit viel Bluescht und dann wieder auf eine reiche Ernte.

Walter Kradolfer